Prämienwachstum trifft systematische Profitabilisierung
Wie wettbewerbsfähig sind Versicherer mit veralteten Portfolios? Viele Versicherer schleppen historisch gewachsene Bestände mit sich herum – dutzende Tarife und alte Produkte, die im Bestand „verstauben\" und unbemerkt Profitabilitäts- sowie Compliance-Risiken bergen. Bei Systemmodernisierungen wird oft versäumt, dieses Portfolio aufzuräumen: Alte Produktlogik wird 1:1 ins Neusystem übertragen, inklusive aller Altlasten. Das bremst Transformationen, treibt Kosten und lässt Chancen ungenutzt. Gleichzeitig setzen Marktänderungen – ob neue Wettbewerber, Regulatorik oder Kundenverhalten – bestehende Portfolios unter Druck. Ohne ein proaktives Portfoliomanagement laufen selbst große Versicherer Gefahr, in der Zukunftsfähigkeit zurückzufallen.
Wie führende Versicherer ihr Portfolio optimieren – und woran andere scheitern
Exzellenz erfordert aktive Portfoliopflege
- Spitzenreiter behandeln ihr Bestandsportfolio als strategischen Werttreiber, nicht als vernachlässigten Anhang. Sie analysieren und bereinigen regelmäßig ihre Bestände: Unprofitable Nischenprodukte und redundante Tarife werden identifiziert und konsequent ausgemistet. Moderne Versicherer nutzen jede IT-Transformation für einen „Frühjahrsputz" im Portfolio – statt Altlasten mitzuschleppen, richten sie Produkte an klaren Zielbildern aus. Das Ergebnis sind schlankere Produktlandschaften, die effizienter zu administrieren sind und Kunden wie Mitarbeitern Klarheit bieten. Ein Versicherer konnte so z. B. 15% seines Bestandsumfangs straffen und dadurch spürbar Wartungsaufwände senken. Exzellentes Portfoliomanagement heißt: kontinuierlich hinterfragen, vereinfachen, ertragreiche Segmente stärken – bevor der Markt dazu zwingt.
Häufige Stolpersteine in der Praxis
- Ein zentrales Hindernis ist der Mangel an Fokus und Datenblick. Im operativen Tagesgeschäft fehlt Produktverantwortlichen oft der strategische Überblick – Problemzonen im Bestand bleiben lange unentdeckt. Zudem scheuen viele Häuser drastische Schritte aus Angst vor Kundenreaktionen: Höhere Prämien oder die Kündigung unrentabler Altverträge gelten als heikel. Stattdessen begnügt man sich mit halbgaren Lösungen, die den unprofitablen Bodensatz im Portfolio belassen. Auch interne Hürden wie abteilungsübergreifende Silos oder Unklarheit über neue Produktarchitekturen bremsen echte Verbesserungen. Die Folge: Man versucht, es allen recht zu machen – und konserviert damit genau die Ineffizienzen, die man loswerden wollte.
Unprofitable Bestandssegmente wirken Jahr für Jahr wie eine versteckte Renditebremse – die Combined Ratio bleibt erhöht und jeder Sanierungsstau kostet bares Geld. In unseren Projekten sehen wir oft: Einige wenige Prozent des Bestands verursachen den Großteil der Verluste. Bleiben diese „Problemfälle" unangetastet, frisst das die Erträge auf und bindet Kapital, das für Wachstum fehlt. Zudem steigen operative Aufwände: Heterogene Altverträge benötigen Spezialbehandlung, IT-Systeme werden unnötig komplex und teuer im Betrieb. Nicht zuletzt wächst das Compliance-Risiko, etwa durch veraltete Klauseln oder Verstöße gegen Vorgaben wie IDD. Kurz: Passivität im Portfoliomanagement kommt Versicherer teuer zu stehen – in Euro, in Agilität und in verlorener Wettbewerbsstärke.
So sieht erfolgreiches Portfoliomanagement aus
Stellen Sie sich vor: Ihr Versicherungsbestand ist schlank, profitabel und zukunftsfit. Jede Police in Ihrem Portfolio erfüllt einen klaren Zweck und trägt zum Ergebnis bei. Überflüssige Tarife? Gibt es nicht mehr – Ihr Bestand wurde umfassend harmonisiert, Doppelungen und Altlasten eliminiert. Dank dieser Bereinigung laufen interne Prozesse reibungslos: Policen können automatisch verarbeitet werden, Produktänderungen oder Prämienanpassungen lassen sich im großen Stil durchführen, ohne Kunden zu verprellen. Ihr Team behält stets den Überblick und kann agil auf den Markt reagieren – ob neue Kundensegmente oder veränderte Schadentrends, Ihre Organisation steuert ihr Portfolio proaktiv. Das Ergebnis: messbar höhere Profitabilität, zufriedenere Kunden und Mitarbeiter sowie ein Bestand, der regulatorisch sauber und technisch bereit für die nächsten Schritte der Digitalisierung ist. Kurz: Ihr Portfolio wird vom Problemfall zum Profitmotor.
Unsere Lösungen
E2E Portfolio-Diagnostik
Bestandsportfolio end-to-end durchleuchten
Bestandssegmentierung & Produkt-Modularisierung
Schluss mit wild gewucherten Tariflandschaften
Gezielte Sparten-Profitabilisierung & Reunderwriting
Verlustreichen Beständen den Garaus machen
Vollautomatisierte Mehrprämienmaßnahmen
Schlummernde Ertragsreserven heben
Portfolio-Harmonisierung durch Zustimmungsfiktion
Bestandsbereinigung mit einem Großschritt
E2E Portfolio-Diagnostik
Wir durchleuchten Ihr gesamtes Bestandsportfolio end-to-end. Welche Produkte und Tarife schlummern im Bestand? Wo lauern Profitabilitätsfallen oder Compliance-Risiken? Unsere Portfolio-Diagnostik deckt das auf – datengestützt und zielbildorientiert. Wir vergleichen Ihren Ist-Bestand mit Strategie und Markttrends und identifizieren ungenutzte Potenziale sowie nicht rentable Teilbestände. Das Ergebnis ist ein klares Maßnahmenpaket für einen „Frühjahrsputz": unprofitable Produkte werden ausgesteuert oder angepasst, Gold Plating (überzogene Anforderungen) konsequent vermieden. Am Ende steht ein gestrafftes Portfolio, das besser performt und sich reibungslos in geplante Transformationen einfügt. Wichtig: Wir erarbeiten diese Diagnose mit Ihrem Team, damit jede Maßnahme praxisnah und umsetzbar ist – kein Theoriekonzept, sondern ein gemeinsamer Fahrplan zur Bestandsoptimierung.
Bestandssegmentierung & Produkt-Modularisierung
Wir segmentieren Ihren Bestand und machen Schluss mit wild gewucherten Tariflandschaften. Oft haben Versicherer über Jahrzehnte dutzende Tarifgenerationen angesammelt – wir harmonisieren diese Vielfalt. Gemeinsam mit Ihren Fachbereichen führen wir ähnliche Tarife und Klauseln zusammen und schaffen eine modulare Produktarchitektur, die sowohl individuelle Kundenbedürfnisse erfüllt als auch hohe Dunkelverarbeitung ermöglicht. Dabei nutzen wir die Einführung moderner IT-Systeme als Chance: Statt alte Zigarrenkistchen 1:1 ins Neue zu migrieren, definieren wir Standards und Leitplanken, an denen sich neue Produkte ausrichten. In Projekten haben wir so bis zu 80% der Tarifvarianten auf einen einheitlichen Stand gebracht – enorme Komplexitätsreduktion und eine wichtige Grundlage, um Bestände kosteneffizient zu betreiben. Ihr Produktportfolio wird dadurch überschaubarer, flexibler anpassbar und bereit für zukünftige Marktanforderungen.
Gezielte Sparten-Profitabilisierung & Reunderwriting
Wir machen verlustreichen Beständen den Garaus – chirurgisch präzise statt mit dem Rasenmäher. Zuerst analysieren wir, welche Teile Ihres Portfolios die Ergebnisse nach unten ziehen. Oft sind es gar nicht alle Verträge einer Sparte, sondern bestimmte Kundengruppen oder Altverträge, die unverhältnismäßig hohe Schäden verursachen. Genau dort setzen wir an: mit Reunderwriting (erneuter Risikobewertung) und Tarifanpassungen nur für die identifizierten Problemsegmente. Beispielsweise können Selbstbehalte erhöht, Rabatte reduziert oder Deckungen angepasst werden – stets mit Augenmaß, um wertvolle Kunden nicht zu verlieren. Wir beziehen Vertrieb und Underwriting eng mit ein, damit Maßnahmen kundenorientiert umgesetzt werden. Das Resultat: spürbar bessere Quoten und nachhaltige Profitabilität in der Sparte. Ein Versicherer erzielte so über 15 Mio. € zusätzliche Prämie pro Jahr, bei halbiertem Bestandsverlust durch Kündigungen. Kurzum: Wir richten angeschlagene Portfolioschwerpunkte wieder auf, ohne das ganze Haus zu erschüttern.
Vollautomatisierte Mehrprämienmaßnahmen
Wir heben schlummernde Ertragsreserven Ihres Bestands – schnell, skalierbar, automatisiert. Wenn sich Rahmenbedingungen ändern (z. B. steigende Schäden oder Zinsänderungen), müssen Versicherer häufig tausende Verträge anpassen, um profitabel zu bleiben. Wir setzen dafür auf smarte Automatismen: rechtlich einwandfreie Massenmaßnahmen wie die Zustimmungsfiktion (Kunde bekommt Änderung, stimmt zu, wenn er nicht widerspricht) kombinieren wir mit moderner Technologie. Konkret bedeutet das: Wir identifizieren geeignete Bestandssegmente und spielen vollautomatisch Prämienerhöhungen oder Bedingungsanpassungen aus – per Serienbrief, E-Mail oder Portal, je nach Kanal. Unsere Erfahrung zeigt, dass dabei durchschnittlich 95% der Kunden nicht widersprechen – faktisch Zustimmung erteilen – und Sie somit ohne große Vertriebsaktion deutliche Mehrprämien erzielen. Gleichzeitig sorgen wir durch kanalgetestete Kommunikation und begleitendes Monitoring dafür, dass die Maßnahme kundenverträglich abläuft. Ergebnis: Bis zu 20% zusätzliche Prämieneinnahmen in ausgewählten Beständen – vollautomatisch generiert, mit minimalem Aufwand für Ihre Organisation.
Portfolio-Harmonisierung durch Zustimmungsfiktion
Das Nonplusultra der Bestandsbereinigung: Wir machen Ihren Portfolio-Mix mit einem Großschritt konsistent. Historisch gewachsene Bestände weisen oft eine extreme Heterogenität auf – zig Varianten, die das Neusystem oder die Betriebsorganisation belasten. Unsere Lösung: eine massenhafte Vertragsumstellung per Zustimmungsfiktion. Praktisch über Nacht führen wir alte Verträge auf neue, einheitliche Bedingungen über – vollautomatisiert und rechtssicher. In einem Projekt haben wir so über 250.000 Policen gleichzeitig umgestellt, mit einer Zustimmungsquote von über 99%. Die Bestandsheterogenität sank um 80%, wodurch Prozesse deutlich effizienter wurden und z. B. die Dunkelverarbeitung schlagartig anstieg. Für Ihr Unternehmen bedeutet das: ein homogener, moderner Bestand, der Kosten spart, Compliance garantiert und sich mühelos weiterentwickeln lässt – ein Fundament, auf dem Sie Zukunft aufbauen können.
Messbare Erfolge
Das Eliminieren unnötiger Anforderungen sparte in einer Transformation rund ein Drittel potenzieller Entwicklungs- und Wartungskosten.
Durch konsequente Tarifbereinigung wurden 80% der Tarifvarianten auf einen einheitlichen Stand gebracht, was Komplexität und Betriebsaufwand drastisch reduzierte.
Eine gezielte Portfoliosanierung generierte über 15 Mio. € zusätzliche Jahresprämie, bei begrenztem Bestandsverlust und schnellem Return-on-Invest.
Durch segmentierte Sanierungsmaßnahmen konnte der Bestandsverlust (Storno) um die Hälfte gesenkt werden, wodurch die Kundenbindung trotz Tarifanpassungen gestärkt wurde.
Automatisierte Bestandsmaßnahmen (z. B. mittels Zustimmungsfiktion) erzielten Zustimmungsraten von über 99%; in einem Fall wurden so mehr als 250.000 Verträge erfolgreich aktualisiert.
Kerim Cekel
Managing Partner
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